VPN Speedtest 2025 – So misst du deine VPN-Geschwindigkeit richtig
Erfahre, wie du deine VPN-Leistung realistisch prüfst und durch optimale Einstellungen maximierst – für Streaming, Gaming und Homeoffice.
Kurz gesagt: Ein VPN-Speedtest zeigt Download-, Upload- und Ping-Werte unter realen Bedingungen. Moderne Protokolle wie WireGuard oder NordLynx erreichen bis zu 90 % deiner Basisgeschwindigkeit.
Was misst ein VPN-Speedtest eigentlich?
Ein Speedtest liefert mehr als nur eine Zahl. Er zeigt, wie effizient deine VPN-Verbindung Daten überträgt und wie hoch die Verzögerung ( Latenz ) ist. Wichtige Messgrößen sind:
- Download-Geschwindigkeit – wie schnell du Daten empfängst; entscheidend für Streaming und Downloads.
- Upload-Geschwindigkeit – wie schnell du sendest; wichtig für Video-Calls und Cloud-Backups.
- Ping (Latenz) – die Rundreisezeit in Millisekunden; je niedriger, desto besser für Gaming.
- Jitter – die Schwankung der Latenz; verursacht Ruckler oder Tonprobleme bei Spitzen.
- Paketverlust – fehlende Pakete, die erneut gesendet werden müssen und Verbindungen verlangsamen.
So führst du einen korrekten VPN-Speedtest durch
- Starte ohne VPN und miss die Basiswerte mit einem verlässlichen Speedtest-Dienst.
- Verbinde dich mit dem nächstgelegenen VPN-Server und wiederhole den Test mehrmals; ermittle den Durchschnitt.
- Teste anschließend einen Server in einem anderen Land oder Bundesstaat, um Entfernungseffekte zu sehen.
- Vergleiche Download-, Upload- und Ping-Werte – so erkennst du, wo Geschwindigkeit verloren geht.
- Teste verschiedene Protokolle (WireGuard, IKEv2, OpenVPN) für den besten Mix aus Tempo und Stabilität.
- Wiederhole die Messung zu unterschiedlichen Tageszeiten, um Netzlast zu berücksichtigen.
Ergebnisse richtig interpretieren
Wenn du 80 – 90 % deiner normalen Geschwindigkeit erreichst, arbeitet dein VPN optimal. Sinkt die Rate unter 60 %, solltest du Server oder Protokoll wechseln. Ein Ping unter 70 ms ist gut für Streaming, unter 40 ms ideal für Gaming.
Praktische Tipps zur Beschleunigung
- Wechsle auf WireGuard oder NordLynx anstatt OpenVPN.
- Verbinde dich mit dem geografisch nächsten Server.
- Wähle alternativ eine weniger überlastete Stadt im selben Land.
- Nutze ein LAN-Kabel oder 5 GHz-WLAN statt 2,4 GHz.
- Schließe Apps im Hintergrund (z. B. Cloud-Sync oder Downloads).
- Starte den Router neu, um Puffer und Latenz zu verbessern.
- Probiere Split-Tunneling, um nicht alle Apps über den VPN zu leiten (mehr erfahren).
- Nutze Streaming- oder P2P-Server für spezielle Zwecke (Serverarten erklärt).
- Prüfe DNS-Leaks (DNS-Leak-Anleitung), da sie Verbindungen verlangsamen können.
- Halte deine VPN-App aktuell – Updates bringen oft Performance-Verbesserungen.
Video: VPN-Geschwindigkeit richtig testen
Auf YouTube ansehen – NordVPN Official Channel.
Häufige Fehler beim Speedtest
- Nur ein einziger Testlauf statt mehrerer Durchgänge.
- Unterschiedliche Zielserver für Basis- und VPN-Test.
- Testen während der Stoßzeiten oder mit schwachem WLAN-Signal.
- Upload und Jitter werden ignoriert.
- Veraltetes Protokoll (OpenVPN-TCP) wird weiterverwendet.
Realistische Richtwerte (Streaming, Gaming, Arbeit)
| Einsatz | Download | Upload | Ping | Tipp |
|---|---|---|---|---|
| 4K-Streaming | ≥ 40 Mbps | ≥ 5 Mbps | < 80 ms | Nahen Server + WireGuard/NordLynx |
| Gaming | ≥ 20 Mbps | ≥ 5 Mbps | < 40 ms | Stadt/Server mit geringem Ping, Split-Tunneling |
| Video-Calls | ≥ 15 Mbps | ≥ 10 Mbps | < 60 ms | LAN/5 GHz WLAN, Hintergrund-Uploads pausen |
| Torrent/P2P | ≥ 50 Mbps | ≥ 20 Mbps | < 100 ms | P2P-Server, No-Logs-Policy |
Feinschliff: Einstellungen, die oft Geschwindigkeit „schenken“
- MTU optimieren: Wenn Verbindungen stottern, 1400–1420 testen.
- UDP statt TCP (bei OpenVPN) für weniger Overhead.
- Privates DNS des Anbieters aktivieren; bei Problemen wechseln (DNS-Leak-Check).
- Router-App der Top-Anbieter nutzen – bessere Auswahl freier Server.
- Geräte-Treibers (WLAN/LAN) aktualisieren, QoS/Smart Queue prüfen.
FAQ – Häufige Fragen zum VPN-Speedtest
- Warum ist mein VPN trotz schnellem Tarif langsam?
- Meistens sind Serverauslastung, Entfernung oder ein langsames Protokoll schuld. Wechsle auf WireGuard/NordLynx, nimm einen näheren Standort und teste außerhalb der Stoßzeiten.
- Welche Speedtest-Seite ist die „richtige“?
- Wichtiger als die Marke ist Konsistenz: Nutze denselben Test für Basis- und VPN-Messung und führe mehrere Läufe durch. Vermeide Browser-Extensions, die parallel Bandbreite ziehen.
- Fallen durch den VPN immer 10–20 % Geschwindigkeit weg?
- Ein geringer Overhead bleibt, aber moderne Implementierungen erreichen oft 80–90 % deiner Basisrate – bei gutem Routing und nahegelegenem Server sogar mehr.
- Hilft ein eigener Router-VPN?
- Ja, für ganze Haushalte. Bedenke aber CPU-Limit des Routers. Sieh dir unsere Anleitung an: VPN-Router einrichten.
- Warum ist der Ping im Nachbarland höher als erwartet?
- Weil Netzpfade nicht linear sind. Einige Anbieter routen über andere Knoten. Probiere eine andere Stadt im selben Land oder einen anderen Anbieter.